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Fahrleitungen versorgen die Züge mit Strom. Bisher gibt es weltweit noch keine Tunnelfahrleitung, die gleichzeitig für Reisezuggeschwindigkeiten bis 250 km/h und für schwere Güterzüge geeignet ist. Diese Eigenschaften sind jedoch am Lötschberg gefordert. In jeder Tunnelröhre muss die Fahrleitung Ströme von 2000 Ampère führen können. Damit können bis zu 6 Lokomotiven mit bis zu 1.5 km langen Güterzügen gleichzeitig angetrieben werden. Die Züge verkehren in Abständen von minimal zwei Minuten.
Bei hohen Geschwindigkeiten ist es besonders wichtig, dass der Kontakt zwischen Stromabnehmer und Fahrleitung immer gewährleistet ist. Die Oberleitung muss dafür stets gespannt sein – aus diesem Grund wurde im Lötschberg-Basistunnel eine vollnachgespannte Fahrleitung eingebaut.
In Zukunft sollen Lastwagen im Huckepack-Prinzip auf Bahnwagen mit normalen – nicht wie sonst üblich kleineren – Rädern transportiert werden können. Man hat sich deshalb für ein besonders hohes (Shuttle-)Profil entschieden. Die Fahrleitung im Tunnel ist so konzipiert, dass sie sich zu einem späteren Zeitpunkt noch um 0.5 m anheben lässt, ohne dass die Aufhängung verändert werden muss.
Daten & Fakten
Investitionsvolumen Fahrleitung | 20 Mio. CHF | Länge der Fahrleitungen und Erdungen | je 60 km (120 km) | Anzahl Tragwerke | 1500 Stück | Höhe der Fahrleitung im Tunnel | 5.3 m, auf 5.85 m anhebbar | Ausführende Unternehmen | Kummler + Matter AG Siemens Schweiz AG |
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